Experten sehen Uno-Umwelttreffen als große Chance

Nairobi. Das Thema Umwelt nimmt nun auch bei den Vereinten Nationen eine zentrale Rolle ein: Fünf Tage lang haben Umweltminister und 1200 Experten aus aller Welt im Rahmen der ersten Uno-Umweltversammlung (UNEA) in Nairobi getagt. Dabei ging es vor allem darum, welche globalen Nachhaltigkeitsziele nötig sind, um die Erde vor einer ökologischen Katastrophe zu retten. Auch Themen wie Wilderei, illegaler Elfenbeinhandel oder der Schutz der Weltmeere standen auf der Tagesordnung.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD), der für Deutschland an dem Treffen teilnahm, sieht in der neuen Institution eine große Chance, um endlich zum Handeln zu kommen. Es sei aber ganz wichtig, für die Post-2015-Agenda nun auch klare Ziele zu erarbeiten: „Es geht um nicht weniger als darum, dass sich die Weltgemeinschaft auf Leitplanken für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung verständigen muss“, sagte Flasbarth in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen sicherstellen, dass wir die ökologischen Grenzen unseres Planeten nicht verletzen.“ Von der UNEA müsse „ein starkes Signal“ ausgehen, „dass ein Wechsel zu deutlich umweltverträglicherem Wirtschaften überfällig ist“.