Forscher entwickeln Vorhersagemodell für treibendes Vulkangestein

Southampton. Meterdick und Tausende Quadratkilometer groß können die Teppiche aus porösem Bimsstein sein, die nach unterseeischen Vulkanausbrüchen auf dem Meer treiben. Ein Vorhersagemodell soll Schiffe vor den scharfkantigen Brocken schützen helfen. Für einen 400 Quadratkilometer großen Bimssteinteppich habe es die Route sehr gut vorhergesagt, berichten Forscher im Fachjournal „Nature Communications“. Auf Basis solcher Daten könne es frühe Warnungen für Schiffe und Häfen geben.

Die Wissenschaftler um Martin Jutzeler vom National Oceanography Centre in Southampton (Großbritannien) hatten ihr Computermodell nach einem besonders eindrucksvollen unterseeischen Vulkanausbruch erprobt: der Eruption des Havre im Südwestpazifik im Juli 2012. Innerhalb eines Tages entstand die Hunderte Quadratkilometer umfassende, bis zu 60 Zentimeter hohe Ansammlung schwimmender Bimssteine. Den Forschern gelang es, die Ausbreitung und Drift sowie die Dicke dieses Teppichs in den darauffolgenden Monaten mit einem hochauflösenden Modell der Meeresströmungen nachzubilden. Die Richtigkeit ihrer Berechnungen bestätigten sie in den Monaten nach dem Ausbruch durch Satellitenbilder und Beobachtungen von Schiffsbesatzungen.