Weniger Gewebeproben bei Protasta-Tests durch Spezialultraschall?

Berlin. Ein spezielles Ultraschallverfahren bei der Prostatakrebs-Vorsorge könnte nach Ansicht eines Experten viele Biopsien verhindern. Zahlen dazu stellte Prof. Tillmann Loch (Urologische Klinik Diako, Flensburg) jetzt vor – andere Fachleute sind jedoch noch skeptisch. „Es geht darum, verdächtige Areale einzugrenzen und Gewebeproben deutlich gezielter zu entnehmen als bisher“, erläuterte Loch.

Der Leiter der Sektion Urologie in der Deutschen Gesellschaft für Urologie plädiert für das datenbankgestütztes Analysesystem (C-Trus/Anna-Verfahren): Unter Berücksichtigung des PSA-Wertes und anderer Risikofaktoren des Patienten wird gezielt via Ultraschall nach bereits bekannten, in der Datenbank gespeicherten Veränderungsmustern gesucht – und dann nur dort Gewebe entnommen. Das würde die Zahl der Eingriffe von derzeit zehn bis zwölf auf maximal sechs pro Untersuchung verringern.

( (dpa) )

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