Forscher bestimmen nötige Molekülanzahl für die Sternenentstehung

Heidelberg. Astronomen haben ein Grundrezept für die Entstehung neuer Sterne gefunden: Rund 5000 Wasserstoffmoleküle pro Kubikzentimeter muss eine kosmische Gaswolke mindestens haben, damit sich in ihr eine neue Sonne formen kann. Das schließen Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg aus einer neuartigen Analyse interstellarer Gaswolken, die sie im Fachblatt „Science“ vorstellen. Sterne entstehen, wenn sich Teile kosmischer Gaswolken unter der eigenen Schwerkraft immer dichter zusammenballen, bis in ihrem Zentrum das Feuer der Kernfusion zündet. Die Forscher untersuchten die Dichte der Wolken anhand des Staubs, der in ihnen enthalten ist. Sie maßen, wie stark der Staub das Licht von Sternen schluckt, die hinter der Wolke liegen. Daraus ergibt sich die Struktur der Wolke und so die Dichte ihrer Gasmoleküle.