Medizintechnik

Biochip weist Krankheiten in archäologischen Funden nach

Hamilton. Per Biochip können Forscher künftig den Ursprung und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten besser rekonstruieren. Mit einem sogenannten Microarray wiesen US-Wissenschaftler in jahrhundertealten Gewebeproben unter anderem die Erreger von Pest und Cholera nach. Die Moleküle des beschichteten Biochips reagierten dabei mit Erbgut-Bestandteilen von Krankheitserregern. Bisher sind Analysen archäologischer Funde sehr langwierig und teuer, weil das Erbgut von Mikroorganismen meist nur noch bruchstückhaft vorliegt, wie das Team um Hendrik Poinar von der kanadischen McMaster University in Hamilton im Fachmagazin „Scientific Reports“ schreibt.