Peking meldet neuen Infektionsfall mit Vogelgrippe H7N9

Peking. Die Vogelgrippe H7N9 breitet sich weiter in China aus. Am Freitag meldete die Hauptstadt Peking erstmals seit Monaten eine Infektion mit dem Erreger, wie das Staatsfernsehen CCTV berichtete. Alleine die ostchinesische Provinz Zhejiang registrierte seit Jahresanfang mehr als 40 neue Patienten mit H7N9. In der Provinz war im November zudem zum ersten Mal eine Infektion von Mensch zu Mensch nachgewiesen worden.

Wissenschaftler gehen jedoch weiter davon aus, dass lebendes Geflügel der Hauptüberträger des Virus ist. „Es gibt keinen Hinweis auf eine dauerhafte Übertragung von Mensch zu Mensch“, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt. Mehrere Städte und Gemeinden haben den Handel mit lebendem Geflügel verboten. Am Freitag untersagte auch die ostchinesische Millionenstadt Hangzhou Geflügelmärkte, erlegte den Zoos der Stadt strenge Regeln für ihre Vögel auf und verbot, Brieftauben fliegen zu lassen.

Der Virologe Li Lanjuan von einem landesweiten Expertengremium zur Eindämmung des Virus lobte die Schritte. Gleichzeitig verändert sich der Erreger bereits. Das Forscherteam um Li habe bereits Variationen festgestellt, durch die sich der Erreger leichter an seine Umgebung anpassen könnte. „Das hat die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch erhöht und macht die Behandlung schwieriger“, sagte der Wissenschaftler Liang Weifeng aus dem Gremium.

Auch machen sich Gesundheitsexperten um das kommende Woche anstehende chinesische Neujahrsfest Sorgen. Zu dem wichtigsten Feiertag des Landes reisen Millionen Chinesen durch das ganze Land zu ihren Familien. Neujahr fällt in diesem Jahr auf den 31. Januar. Geflügel gehört traditionell zum Speiseplan für das Fest.