Geologische Vielfalt auf dem Asteroiden Vesta entdeckt

Katlenburg-Lindau. Wissenschaftlern ist ein Blick auf bislang verborgene Schönheiten des Asteroiden Vesta gelungen. Neu ausgewertete Daten der US-Raumsonde Dawn zeigen abwechslungsreiche geologische Formationen und einzigartige Landschaften, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) am Freitag im niedersächsischen Katlenburg-Lindau mitteilte. Die Bilder belegen demnach die geologische Vielfalt des Protoplaneten, der in einer frühen Phase der Planetenentwicklung stecken geblieben ist und im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist.

Die Nasa-Sonde Dawn hatte Vesta im Juli 2011 erreicht und bis zum August 2012 umkreist. MPS-Forschern gelang es nun, bei der Neuauswertung der Kameradaten Abbildungsfehler weitestgehend zu unterdrücken. Zudem wurde die Eichung der Kamera so verfeinert, dass auch feinste Helligkeitsveränderungen darstellbar werden. Dadurch wurden unter anderem durch Beben verschüttete Krater auf der Vesta-Oberfläche sichtbar gemacht, außerdem von anderen Asteroiden eingetragenes, fremdes Material.

Beeindruckt zeigten sich die MPS-Forscher vor allem von der Ästhetik der farbcodierten Bilder, in denen die verschiedenen Farben für verschiedene Materialien an der Oberfläche des Protoplaneten stehen. Mit dem menschlichen Auge betrachtet sieht Vesta hingegen farblich unspektakulär aus: Der Asteroid präsentiert sich als gräulicher, unregelmäßig geformter Körper mit einem Durchmesser von etwa 530 Kilometern, überzogen von einer Vielzahl größerer und kleinerer Krater.

( (AFP) )

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