Meeresumwelt

Plastikpartikel im Meer schwächen Wattwürmer

Exeter. Plastikmüll ist nicht nur für große Meerestiere eine tödliche Gefahr. Zu mikroskopisch kleinen Teilen zermahlen, schwächt er im Sediment lebende Würmer, berichten Forscher im Fachmagazin „Current Biology“. Nehmen Wattwürmer Kunststoffpartikel auf, fressen sie demnach deutlich weniger und ihre Energiereserven schwinden. Die möglichen Folgen für das gesamte Ökosystem seien immens: Wattwürmer sind eine Schlüsselspezies in den Tidenbereichen der Nordsee, sie wälzen das Watt um und durchlüften es, zudem sind sie Beutetiere vieler Fische und Wattvögel. Eine um ein Viertel verringerte Fressaktivität könne zur Folge haben, dass rund 130 Kubikmeter Sediment weniger umgelagert würden, schreiben die Forscher.