Korallenriffen fehlen Algen fressende Fische

San Diego. Die „Rasenmäher“ verschwinden aus den Korallenriffen der Ozeane: Überall dort, wo gefischt wird, sinkt der Biomasseanteil Pflanzen fressender Fische, berichten Forscher aus Australien und den USA in der britischen Fachzeitschrift „Proceedings B“. Die Fische halten das Algenwachstum auf den Korallen in Grenzen und sind damit wichtig für die Gesundheit der Riffe. Vor allem die größeren Exemplare verschwänden. Dadurch werde die Artenzusammensetzung der Riffe erheblich verändert.

Jennifer Smith von der Universität von Kalifornien in San Diego und ihre Mitarbeiter hatten wissenschaftliche Studien aus den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen, in denen sich Aussagen zur Biomasse Pflanzen fressender Fische an Korallenriffen fanden. Bei der Auswertung stellten sie fest, dass in den Gebieten, die für Fischerei zugänglich sind, die Biomasse Pflanzen fressender Fische halbiert war im Vergleich zu den nicht befischten Gebieten. Bezogen auf die Anzahl der Fische fanden die Forscher kein vergleichbar eindeutiges Muster.

Dies deute darauf hin, dass vor allem die großen Fische, die einen hohen Beitrag zur Biomasse leisten, aus den Ökosystemen verschwänden. Das seien zum Beispiel verschiedene Arten von Papageifischen, die Algen mit ihren harten „Schnäbeln“ regelrecht von den Korallen schaben oder Doktorfische, die die Algen abfressen.

( (dpa) )

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