Studie: Größter Stress unter den 35- bis 40-Jährigen

Berlin. Immer mehr Deutsche empfinden ihr Leben als stressig. Nach der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Stressstudie der Techniker Krankenkasse (TK) sind sechs von zehn Deutschen regelmäßig im Stress. Jeder Fünfte stehe dauerhaft unter Druck. Besonders reiben sich die 35- bis 45-Jährigen auf, weil bei ihnen vieles zusammenkommt: Job, Familie mit kleinen Kindern sowie Hausbau oder Wohnungskauf. Von ihnen sind 80 Prozent von den Herausforderungen in Arbeit und Alltag gestresst.

Bei der Hälfte der Bevölkerung herrscht laut Studie das Gefühl vor, dass das Leben in den vergangenen drei Jahren stressiger geworden ist. Zwei Drittel glauben, dass der Stress heute größer ist als vor 15 bis 20 Jahren. Das andere Drittel findet dagegen, dass heute einfach mehr über Stress gesprochen wird. Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1000 repräsentativ ausgewählte Deutsche ab 18 Jahren befragt.

Wann der Stress unangenehm oder gesundheitsgefährdend wirkt, sei bei jedem unterschiedlich. Zudem gelte der Grundsatz: Wenn Arbeit Spaß macht, ist Stress nicht schlimm. „Ein bisschen Stress ist im Job sogar ganz gut“, sagte der TK-Vorstandsvorsitzende, Jens Baas. Und die gestressten 35- bis 45-Jährigen seien nicht unzufrieden mit ihrer Situation. „Kinder sind Stress, aber nicht negativer“, so Baas. Dem Kassenvorstand mache aber Sorgen, dass viele Deutsche unter Stress bereits heute gesundheitlich leiden. 40 Prozent, darunter deutlich mehr Frauen, fühlen sich „abgearbeitet und verbraucht“, jeder Dritte sogar „ausgebrannt“. Für Baas sind dies „echte Alarmzeichen“.

( (epd) )

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