Weder Bock noch Ricke

Forscher entschlüsseln Erbgut von intersexuellem Reh

Bochum. Von vorne ein Männchen, von hinten ein Weibchen: Forscher haben ein im Sauerland erlegtes intersexuelles Reh untersucht. Es trug auf dem Kopf ein Gehörn wie ein Bock, hatte aber am Hinterteil eine sogenannte Schürze, ein typisch weibliches Haarbüschel. Wissenschaftler um den Humangenetiker Prof. Jörg Epplen (Ruhr-Universität Bochum) entschlüsselten das Erbgut des Tieres. Sie fanden die dreifache Menge eines Gens, das unter anderem für die Herausbildung von Keimdrüsen zuständig ist.