Molekularbiologie

Hirn des Fadenwurms soll Denkprozesse entschlüsseln

Wien. Forschern ist es gelungen, Fadenwürmern quasi beim Denken zuzusehen. Sie haben eine Mikroskopiertechnik entwickelt, die die Aktivität sehr vieler Neuronen (Nervenzellen) rasch und gleichzeitig erfassen kann. Das Zusammenspiel von Funktion und Anatomie des Hirns könne so besser untersucht werden, schreiben die Wissenschaftler der Universität Wien im Fachblatt „Nature Methods“. Sie erhoffen sich davon auch Rückschlüsse auf das menschliche Hirn. Der Fadenwurm Caenorhabditis elegans ist ein ideales Testobjekt: Sein Nervensystem besteht aus nur 302 Nervenzellen, deren Verknüpfungen bekannt sind.