Botanik

Wälder verbrauchen durch CO2-Anstieg weniger Wasser

Cambridge. Die steigende Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft bewirkt, dass der Wasserverbrauch vieler Wälder auf der Nordhalbkugel stärker abnimmt als vermutet. Das berichten Forscher um Andrew Richardson von der Universität Harvard im Journal „Nature“. Wälder sind sehr wichtig für die Regulierung des Klimas. Zur Fotosynthese entziehen sie der Atmosphäre CO2, durch Poren auf Blättern oder Nadeln. Diese müssen sich offenbar weniger weit öffnen als bisher gedacht. Eine verstärkte Aufnahme von CO2 kurbelt die Fotosynthese und damit das Wachstum der Pflanzen an. Dadurch könnten sich einerseits die Holzerträge erhöhen, andererseits könnten durch die verringerte Verdunstung die Lufttemperatur steigern und weniger Wolken entstehen.