Mischform unerwünscht: Petunien vererben Blüten-Gene gekoppelt

Bern. Werden verschiedene Petunienarten gekreuzt, vermeiden die Blumen gezielt „Zwischenformen“. Denn ein neuer Duft oder ein anderes Aussehen könnte ihre Bestäuber irritieren oder abschrecken. Deshalb vererbten die Pflanzen die verantwortlichen Blüten-Gene nahe beieinander auf dem gleichen Chromosom, berichten Forscher der Universität Bern im Fachjournal „Current Biology“. Damit seien Gene, die den Bestäubermechanismus bestimmten, bei Pflanzen zum ersten Mal gekoppelt nachgewiesen worden, schreiben die Forscher.

Petunien haben sich auf bestimmte Bestäuber spezialisiert. So sind die Blüten von Petunia axillaris weiß, duften stark in der Abenddämmerung und werden von Motten bestäubt.