Dr. Günther Buch-Preis

Hamburger Auszeichnung für Verdienste in Medizin und Recht

Dr. Günther Buch-Preis geht an Frank Ulrich Montgomery und Klaus J. Hopt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird seit 1972 verliehen.

Hamburg. In diesem Jahr, so sagte Notar Axel Pfeifer vom Vorstand der in Hamburg ansässigen Johanna-und-Fritz-Buch-Gedächtnis-Stiftung Mittwochabend im Rahmen der Preisverleihung, handele es sich bei den Ausgezeichneten "um zwei herausragende Hamburger Persönlichkeiten". Nicht dass in der Vergangenheit nur unbekanntere Wissenschaftler den Dr. Günther Buch-Preis für Medizin und Geisteswissenschaften erhalten hatten. Doch tatsächlich wurden mit Prof. Frank Ulrich Montgomery und Prof. Klaus J. Hopt zwei Personen geehrt, deren Wirken weit über Hamburg hinaus Anerkennung findet.

Der Mediziner Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und der Ärztekammer Hamburg, erhielt den Dr. Günther Buch-Preis 2012 Medizin "für seine herausragenden Verdienste um die Versorgung der Patienten, insbesondere älterer Menschen, und die Absicherung des Krankheitsrisikos im Alter". Montgomery habe bereits Anfang der 1990er-Jahre mitinitiiert, dass die klinische Geriatrie in der Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte verankert wird, so die Begründung der Stiftung. "Ich freue mich sehr über diesen Preis und hoffe, dass er dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit auf eines der zentralen Themen unserer Gesellschaft zu lenken", sagte Frank Ulrich Montgomery.

Mit Prof. Klaus J. Hopt verlieh die Stiftung den Dr. Günther Buch-Preis 2013 Geisteswissenschaften "an einen weltweit forschenden und lehrenden Wissenschaftler für seine Verdienste um die Rechtswissenschaft als Gelehrter, akademischer Lehrer, Kommentator, Stifter und Vermittler für die Politik- und Wissenschaftsgemeinschaft."

Als Pionier des deutschen und internationalen Kapitalmarktrechts habe Prof. Hopt diese Materie maßgeblich geprägt, so die Stiftung.

Der pro Jahr mit 20.000 Euro dotierte Preis wird seit 1972 zur Würdigung herausragender Verdienste um die Wissenschaften - in jährlichem Wechsel zwischen Medizin und Geisteswissenschaften - vergeben. Rechtsanwalt Dr. Günther Buch war in der Nachkriegszeit in Hamburg Treuhänder über das Vermögen der British American Tobacco Company und wirkte als Kunstmäzen.