Leichte Erwärmung vervielfacht Zahl der Atlantik-Hurrikans

Kopenhagen. Der Klimawandel wird die Zahl extremer Hurrikans über dem Atlantik in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich vervielfachen. Schon bei einem Temperaturanstieg von einem Grad Celsius steige die Häufigkeit solcher Wirbelstürme in der Region um das Zwei- bis Siebenfache, berechnete ein internationales Forscherteam um Aslak Grinstead vom Niels Bohr Institut der Universität Kopenhagen. Ihre Modellrechnung präsentieren die Forscher in der Fachzeitschrift "PNAS". Zur Einordnung: Die EU und die Vereinten Nationen haben es sich zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zu Beginn der Industrialisierung zu begrenzen.

In der Studie konzentrierten sich die Forscher auf Wirbelstürme von der Stärke des Hurrikans "Katrina", der 2005 Teile des amerikanischen Südostens verwüstet hatte. Für die Zukunft simulierten sie die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Stürme in dieser Region mit sechs verschiedenen Klimamodellen. So wollten sie Unsicherheiten minimieren, denn die genauen Auswirkungen der globalen Erwärmung hängen stark von regionalen Faktoren ab. Falls die Temperatur nicht um ein, sondern um zwei Grad steige, werde es zehnmal so viele extreme Sturmfluten geben und damit in jedem zweiten Jahr eine Sturmflut wie durch "Katrina", schreiben die Forscher.

( (dpa) )

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