Arterienverkalkung hatten Menschen schon vor Tausenden Jahren

London. Atherosklerose ist schon seit Jahrtausenden weltweit verbreitet. Mumien aus vier unterschiedlichen Weltregionen und Epochen wiesen in einer Untersuchung Ablagerungen in den Arterien auf. Das berichtet ein internationales Forscherteam im britischen Journal "The Lancet".

Die Wissenschaftler untersuchten 137 Mumien aus dem alten Ägypten, Peru, dem Südwesten der heutigen USA und Alaska mithilfe von Computertomografen. Dabei konnten sie bei mehr als einem Drittel Anzeichen für die Erkrankung nachweisen. Atherosklerose galt bislang als Zivilisationskrankheit, die vor allem durch fettreiche Ernährung, mangelnde Bewegung und Rauchen hervorgerufen wird. Das Verständnis der Ursachen für Atherosklerose sei noch unvollständig, die Krankheit könne auch unweigerlich an den menschlichen Alterungsprozess gekoppelt sein, hieß es.