Delfine imitieren Laute, um soziale Bindungen zu stärken

St. Andrews. Einige Delfine machen gelegentlich die Pfeifmelodien ihrer Artgenossen nach. Auf diese Weise scheinen die Tiere Bindungen untereinander zu stärken, vermuten Forscher aus Großbritannien. Das Imitieren der Laute komme etwa zwischen Müttern und ihren Kälbern vor, sei aber insgesamt eher selten, berichten die Forscher im Journal "Proceedings B" der britischen Royal Society.

Große Tümmler kommunizieren unter anderem über Pfeiftöne. Jedes Tier hat einen eigenen Erkennungspfiff. Die Forscher um Stephanie King von der University of St. Andrews zeichneten zwischen 1984 und 2009 Lautäußerungen Großer Tümmler auf. Die Auswertung ergab, dass die Delfine manchmal die Laute von Artgenossen, mit denen sie herumschwimmen, imitieren. Dies beobachteten die Forscher bei zehn von 179 Delfin-Paaren.

Die Pfeifsignale funktionierten wie ein Ausweis, mit dem sich einzelne Tiere vor ihren Artgenossen identifizieren, schreiben die Forscher. Von daher sei es nur logisch, dass das Kopieren der Pfiffe insgesamt selten vorkomme. Würde es zu häufig "betrügerisch" eingesetzt, wäre es kein verlässliches Kommunikationsmittel mehr.