Uno fordert bessere Vorbereitung auf Meteoriten-Treffer

Wien. Angesichts des Meteoriten-Einschlags in Russland hat die Organisation der Vereinten Nationen (Uno) eine bessere internationale Zusammenarbeit und Vorbereitung auf solche Ereignisse gefordert. Man brauche ein internationales Netzwerk zur Warnung vor Gefahren aus dem All und zwei Gruppen, die sich mit der Erforschung und Abwehr auseinandersetzten, sagten Raumfahrtexperten am Mittwoch in Wien. Momentan arbeite eine Expertengruppe des Uno-Büros für Weltraumfragen (UNOOSA) entsprechende Vorschläge aus, die im kommenden Jahr von der Uno-Vollversammlung in New York abgesegnet werden sollen.

Mit ihren Empfehlungen beziehen sich die Experten überwiegend auf die Erde bedrohende Objekte mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Dies sei die grobe Grenze, ab der man im Falle eines Einschlags mit weltweiten Konsequenzen rechne. Als Abwehrtechniken hierfür wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert- von einer Änderung der Flugbahn des Meteoriten durch einen Raketeneinschlag bis hin zur Atombombe als letztes Mittel. Eine akute Bedrohung gibt es die nächsten 100 Jahre allen Erkenntnissen nach aber nicht - und wenn, würde man die Gefahr laut den Forschern auch Jahre zuvor entdecken.

Der Einschlag in Russland hingegen hätte nicht verhindert werden können. Doch die Menschen hätten besser informiert und darauf vorbereitet werden können, darüber waren sich die Experten in Wien einig.