Offenbar kein höheres Gefahrenpotential

Schweinegrippe: Mutierte Viren entdeckt

In Norwegen und Großbritannien haben Ärzte verschiedene mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. Aber kein höheres Gefahrenpotenzial.

In Norwegen und Großbritannien haben Ärzte verschiedene mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. In beiden Fällen gehen die Mediziner derzeit aber nicht von einem höheren Gefahrenpotenzial aus. In Großbritannien haben sich Menschen erstmals gegenseitig mit einer Schweinegrippe-Variante angesteckt, gegen die das verbreitete Medikament Tamiflu nicht wirkt.

Der Erreger ist den Angaben zufolge allerdings nicht aggressiver als andere Grippeviren und könne zudem mit dem Mittel Relenza behandelt werden. Zwei der fünf betroffenen Patienten in einem Krankenhaus in Wales hätten sich bereits erholt.

Die bisher üblichen Medikamente Relenza und Tamiflu helfen auch gegen die mutierten Viren aus Norwegen, teilte die WHO mit. Dort fand sich in zwei gestorbenen und einem schwer kranken Schweinegrippe-Patienten eine andere Variante des Erregers H1N1, die möglicherweise dazu führt, dass der Erreger tiefer in die Atemwege eindringen kann. In Norwegen gehen die Behörden nach der Untersuchung 70 weiterer Erkrankter aber davon aus, dass sich das veränderte Virus derzeit nicht verbreitet: Bei ihnen fand sich der veränderte Erreger nicht. Es könnte sich bei den drei Betroffenen um eine spontane Mutation handeln, ergänzte das norwegische Institut für Gesundheit in Oslo. Die vorhandenen Impfstoffe schützten vor den nun entdeckten H1N1-Viren.