Vorsorgliche Schul-Schließung

Berliner Gymnasium schließt wegen Mexiko-Grippe

Das Berliner Alexander-von-Humboldt-Gymnasium im Stadtteil Köpenick wird wegen zehn Fällen von Mexiko-Grippe für eine Woche geschlossen.

Das teilte gestern die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Alle Kranken hätten "leichte Symptome" und würden zu Hause mit dem Medikament Tamiflu behandelt. Mit weiteren Krankheitsfällen müsse gerechnet werden. Die Entscheidung über die "vorsorgliche" Schließung traf die Senatsverwaltung mit der zuständigen Amtsärztin und der Schule. Die ersten Grippefälle gab es dort am Donnerstag. Inzwischen seien 80 Proben der Schüler und Lehrer im Labor untersucht worden. Unter den kranken Schülern der 11. Klasse sind auch Gastschüler aus Texas/USA. Sie sollen schon vier Wochen in Deutschland sein und sich hier angesteckt haben. Eigentlich sollten sie am Wochenende zurückreisen.

Neue Grippefälle auch in Dresden: Dort sind fünf Labormitarbeiter der Uniklinik erkrankt. Der Krankheitsverlauf sei in allen Fällen leicht. Die Kranken kurierten sich zu Hause aus. Sie arbeiten alle am Institut für Mikrobiologie, Hygiene und Virologie der Medizinischen Fakultät. Es wird vermutet, dass die Infektion von einer Laborantin ausging. "Die Infektion hat nichts mit dem Berufsalltag zu tun. Im Institut wird kein Virenstamm aufbewahrt", so Uni-Sprecher Holger Ostermeyer. Das Institut werte nur Schnelltests für die Infektion aus.

Die Weltgesundheitsorganisation zählte weltweit bislang fast 90 000 Mexiko-Grippefälle und mehr als 380 Tote in rund 120 Ländern.

In Deutschland registrierte das Robert Koch-Institut in Berlin bislang mehr als 400 Fälle der neuen Grippe. Die meisten Infektionen seien mild verlaufen, hieß es.

Die Symptome der Mexiko-Grippe gleichen der einer saisonalen Influenza. Dazu gehören Fieber, Husten und Probleme beim Atmen. Auch Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten.