"FS Polarstern"

Hilfe per Satellit bei Blinddarm-OP in der Antarktis

Bremerhaven. Mediziner des Krankenhauses in Bremerhaven haben per Satellit eine Operation in der Antarktis auf dem Forschungseisbrecher "Polarstern" unterstützt. Während einer Blinddarmoperation steuerten und überwachten die Ärzte die Narkose des Patienten. Der dreistündige lebensrettende Eingriff sei problemlos gelaufen, sagte ein Sprecher des Krankenhauses. Das Klinikum Reinkenheide unterstützt die Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung beim Einsatz der "Polarstern" und bei der medizinischen Versorgung der Antarktis-Station "Neumayer III".

Aus dem Krankenhaus können die medizinischen Geräte im Operationssaal der "Polarstern" per Satelliten-Datenleitung überwacht werden. Zugleich waren Bordärztin Dr. Ursula Stüwe und der Anästhesist Dr. Michael Hauenschild telefonisch verbunden, sodass der Bremerhavener Arzt seiner Kollegin in der Antarktis Handlungsanweisungen für die Narkose geben konnte. Der medizinische Notfall ereignete sich auf der Fahrt der "Polarstern" von Argentinien in die Antarktis.