Raumfähre "Discovery" zur letzten Mission gestartet

Cape Canaveral. Nachdem die US-Raumfähre "Discovery" in der Nacht zu Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ihre letzte Reise angetreten hat, soll sie an diesem Sonnabend an die Internationale Raumstation ISS andocken. Neben sechs Astronauten ist der menschenähnliche Roboter R2 an Bord sowie das Modul Leonardo, das mehr Platz schaffen soll für das Stationsteam und für Experimente. Pannen, vor allem lange Risse am Außentank, hatten den 39. Flug des fast 27 Jahre alten Shuttles monatelang verzögert.

Wenn jetzt alles planmäßig läuft, werden die Astronauten am Montag und Mittwoch zwei Außeneinsätze im Weltraum haben. In der Station soll der "Robonaut 2" zeigen, wie Roboter in der Schwerelosigkeit zurechtkommen. Zudem hat die "Discovery" Ersatzteile für die ISS im Gepäck.

Nach Ankunft der "Discovery" werden die Parkslots der ISS gut ausgelastet sein: Nur wenige Stunden vor dem Shuttle-Start hatte der europäische Raumtransporter "Johannes Kepler" angedockt; auch eine russische Sojus-Kapsel und ein japanisches Transportvehikel haben bereits festgemacht.

Für den 19. April ist der letzte Start der "Endeavour" vorgesehen, bevor die Raumfähre "Atlantis" das Ende der Shuttle-Ära besiegelt. Geplanter Starttermin: 28. Juni.