Neue Messmethode für Oberflächenstruktur

Chemnitz. Physiker haben eine neue Messmethode für Oberflächenstrukturen weicher Materialien entwickelt. Sie funktioniere ähnlich wie das Abtasten eines Handrückens, teilte die Technische Universität Chemnitz gestern mit. Eine vibrierende Spitze berühre die Oberfläche wie ein Finger die Handoberfläche: Bei etwas mehr Druck gibt das weiche Gewebe unter der Haut nach und der Finger kann harte und weiche Stellen unter der Oberfläche ertasten, ohne diese zu beschädigen. Wird er zurückgezogen, nimmt das Gewebe des Handrückens wieder seine ursprüngliche Form an.

Auch bisher nutzte man zum Messen weicher Oberflächen Rasterkraftmikroskopie im Tastmodus. Dabei drangen die Spitzen aber wenige Nanometer in die Oberfläche ein. Dies galt als unerwünschter Nebeneffekt. Die Chemnitzer Methode sei dagegen zerstörungsfrei.

Solche "Einblicke" in weiche Materialien sind wichtig für das Verständnis ihrer Oberflächeneigenschaften wie Haftung und Reibung.