BP und US-Regierung tragen Schuld an Ölpest

Eine neue Studie besagt: Neben BP trägt auch die US-Regierung Mitschuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Eine mangelnde staatliche Aufsicht habe demnach ebenso zur Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" geführt wie ein unzureichendes Management bei dem Ölkonzern.

15 amerikanische Experten hatten im Auftrag von US-Innenminister Ken Salazar nach Gründen für die größte Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte gesucht.

Crew-Mitglieder beklagten den Angaben zufolge eine mangelnde Expertise und unklare Verantwortlichkeiten auf der Ölplattform. Einige hätten zudem von unzureichenden Schulungen gesprochen.

Der Regierung, allen voran der zuständigen Behörde Minerals Management Service, wirft die Studie vor, nicht die nötige Kontrolle ausgeübt zu haben. Die Behörde wurde inzwischen aufgelöst und von einer neuen ersetzt.

Der abschließende Bericht soll im Juni 2011 vorliegen. Die Studie ist eine von vielen, die das Unglück mit elf Toten untersuchen. US-Präsident Barack Obama hat zur Aufklärung eine unabhängige Kommission eingesetzt.