Astronomie

Der Mond kühlt ab - und wird dabei kleiner

Neue Aufnahmen deuten darauf hin, dass der Mond in den vergangenen 800 Millionen Jahren kleiner geworden ist - und er könnte weiter schrumpfen.

Münster. Der Radius des Mondes ist in den vergangenen eine Milliarde Jahren um etwa 100 Meter geschrumpft. Das sei vermutlich auf die generelle Abkühlung des Erdtrabanten zurückzuführen, berichtet ein internationales Forscherteam im US-Fachjournal "Science". Das Team wertete mehrere Tausend Fotos von der Mondoberfläche aus und konnte so Spuren des Schrumpfvorgangs auf der Mondkruste entdecken. An dem Projekt waren auch zwei Wissenschaftler von der Universität Münster beteiligt.

Dabei sei entscheidend, dass der Mond nur eine einzige Platte besitze, erklärte Carolyn van der Bogert vom Institut für Planetologie der Universität Münster: "Auf der Erde gibt es viele Platten, die sich gegeneinander verschieben, sich neu bilden und auch zerstört werden." Durch diese Plattentektonik sei es auf der Erde unmöglich, das Schrumpfen des gesamten Planeten zu studieren.

Die untersuchten Mondfotos sind Teil einer Mission, mit der Forscher die gesamte Mondoberfläche kartieren und nach Spuren von Eis suchen.

( (dpa) )