Der Sonne entgegen

Bangkok. Tuk Tuks sind eine Mischung aus Motorrad, Dreirad und Blechbüchse. 8000 von den bunten Gefährten verstopfen täglich die Straßen Bangkoks und schaden der Umwelt mit ihren Abgasen. Mit einem solarbetriebenen Modell will der Ingenieur Morakot Charnsomruad die nationalen Ikonen nun in die Zukunft retten.

Der frühere wissenschaftliche Leiter der thailändischen Luftwaffe verkauft bereits weltweit strombetriebene Tuk Tuks. Sie haben eine Batterie, die mithilfe von Solarzellen auf dem Dach aufgeladen wird. Drei Stunden dauert die Ladezeit, die Energie reicht für 80 Kilometer - herkömmliche Modelle schaffen mit einer Tankfüllung höchstens 60 Kilometer. "Diese Tuk Tuks können Bangkoks Alltag revolutionieren", begeistert sich Greenpeace-Aktivist Tara Buakamsri. Bisher allerdings wartet die Solar-Version noch auf das grüne Licht für die kommerzielle Nutzung - die Behörden haben seit 2008 keine neuen Lizenzen mehr für Tuk Tuks erteilt. Und erst in frühestens drei Jahren sollen strengere Abgas-Grenzwerte für die Straßen des Landes gelten.