Gute Frage

Warum riecht Schweiß manchmal, und manchmal nicht?

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Prof. Ingrid Moll, Direktorin der Klinik für Dermatologie, UKE:

Der Mensch hat zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen, die über den Körper verteilt sind. Besonders konzentriert kommen sie an den Handflächen, Fußsohlen, Achselhöhlen und an der Stirn vor. Die Drüsen produzieren eine saure Salzlösung, die auch Harnstoff und Aminosäuren enthält. Zusätzlich gibt es Drüsen in den Achselhöhlen und im Brustbereich, die eine weißliche, eiweiß- und hormonhaltige Lösung produzieren. Frischer Schweiß ist völlig geruchlos. An der Körperoberfläche wird er jedoch von verschiedenen Bakterien, die zur natürlichen Hautflora gehören, zersetzt. Dabei entstehen geruchsintensive Stoffe wie Ameisensäure und Buttersäure. Während der Pubertät kann durch hormonell bedingte Vorgänge im Körper aber auch schon frischer Schweiß riechen.