Weltraum

TV-Signale verursachten eine Panne an der ISS

Moskau/Washington. In einem zweiten Versuch hat das unbemannte Raumschiff "Progress 38" gestern Abend erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Ein erstes Manöver war am Freitagabend gescheitert, weil die Fernsehsignale eines Überwachungsmonitors der ISS den Autopiloten der "Progress" gestört hatten. Daraufhin war der Transporter in etwa drei Kilometern an der ISS vorbeigeflogen.

Das TV-System Toru sollte dem russischen ISS-Kommandanten Alexander Skworzow eigentlich ein Echtzeit-Bild des Manövers ermöglichen. Russische Techniker versicherten der Nasa, dass der Autopilot einwandfrei funktioniere. Der Autopilot des Weltall-Vehikels habe aber eine halbe Stunde vor der geplanten Andockzeit plötzlich versagt, erklärte die Nasa.

Der Weltraumfrachter "Progress", der am vergangenen Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet war, hat etwa 2,6 Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung an Bord.