Tiere

Gefräßiger Geselle

Foto: dpa / dpa/DPA

Die Maikäfer sind zahlreicher als sonst - und futtern sich mit viel Appetit durch unsere Wälder

Es brummt wieder in den Wäldern: Die ersten Maikäfer kriechen ans Tageslicht - und machen sich unverzüglich auf die Suche nach Grünfutter. So wie das Exemplar auf unserem Bild, das sich am Blatt einer Buchenhecke gütlich tut. Und dieser gefräßige Geselle bildet nur die Vorhut: Zu Milliarden werden seine Artgenossen demnächst vor allem in Süddeutschland unterwegs sein, prognostizieren Wissenschaftler.

Alle 25 bis 40 Jahre kommt es zu Massenvermehrungen; jetzt ist es wieder so weit. Selbst den ungewöhnlich langen Winter haben die Maikäfer offenbar zahlreich und in guter Verfassung überstanden. Der Grund: Bei Minusgraden verkriechen sich die Tiere teilweise mehr als einen Meter tief im Boden. Dort unten werden sie dem Grün gefährlicher als später oben in der Luft: Die weißen Käferlarven, sogenannte Engerlinge, knabbern an den Wurzeln, die Käfer fressen die Blätter. Kahl gefressene Bäume erholen sich meist; ist aber das Wurzelwerk dahin, müssen vor allem junge "Maikäfer-Opfer" oft ihr Leben lassen. Deutlich kürzer, vier bis sieben Wochen, währt das Leben der Käfer: Nach Reifungsfraß, Paarung und Eiablage wartet schon das letzte Stadium: der Tod.

( (dpa) )