Restauration

Das Schwert von Kurfürst Rudolf

Archäologen und Restauratoren in Halle (Sachsen-Anhalt) haben das Schwert von Kurfürst Rudolf II. (1307-1370) vor dem Zerfall gerettet. Der Herzog von Sachsen-Wittenberg aus dem Geschlecht der Askanier gehörte zu den bedeutendsten mittelalterlichen Herrschern auf dem Gebiet des jetzigen Sachsen-Anhalt. Die Waffe war eine Grabbeigabe und wurde zusammen mit den Gräbern im Vorjahr in Wittenberg entdeckt. "Das Schwert ist mit kriminaltechnischen Methoden im Magdeburger Landeskriminalamt akribisch untersucht worden", sagte der Chef der Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums für Vorgeschichte, Christian-Heinrich Wunderlich. Bilder unter dem Elektronenmikroskop ergaben, dass das Schwert in einer Buchenholzscheide steckte und der Griff mit Leder umwickelt war. "Nach der Untersuchung sind die Konturen der Waffe herausgearbeitet worden", sagte Wunderlich. Die Waffe soll nach dem Bau eines Besucherzentrums in Wittenberg gezeigt werden. Das Schwert, eine Spezialanfertigung, war auf die Körperlänge abgestimmt. Rudolf II. war mit 1,80 Metern sehr groß für seine Zeit. Das Schwert wiegt 1,5 Kilogramm und ist 1,20 Meter lang.