Fischfang

Keine Mehrheit für den Schutz der Heringshaie

Auch in Zukunft wird für den Handel mit der seltenen Fischart keine Ausfuhrgenehmigung erforderlich sein.

Katar. Enttäuschung für die Tierschützer: Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES haben zum Abschluss ihrer Konferenz im Emirat Katar einen deutschen Antrag zum Schutz des Heringshais wieder gekippt. Damit wurden sämtliche Papiere zum Schutz der Haie abgeschmettert. Nicht nur die Tierschützer, auch die deutsche Delegation hatte sich noch Dienstag gefreut, als die Staaten den Schutz der Hai-Art beschlossen hatten.

Mehrere Fischfang-Nationen veranlassten gestern eine zweite Abstimmung durch die Vollversammlung, bei der die notwendige Zweidrittelmehrheit nicht zustande kam. Damit sind für den Handel mit Heringshaien auch künftig keine Ausfuhrgenehmigungen erforderlich. "Die Meere bleiben ein weißer Fleck beim Artenschutz", kritisierte der stellvertretende deutsche Delegationsleiter Gerhard Adams. "Dahinter stehen vor allem Singapur, China und Japan", sagte Volker Homes von der Umweltstiftung WWF.

Ein zweiter deutscher Antrag zum Schutz des Dornhais, aus dessen Bauchlappen Schillerlocken entstehen, war ebenfalls abgeschmettert worden. Auch Anträge der USA für eine Kontrolle des Handels mit Hammerhaien und dem Weißspitzen-Hochseehai scheiterten.