Schweinegrippe-Impfung

Bund und Länder streiten über Kosten

Die Finanzierung der bisher größten Impfaktion in Deutschland ist noch nicht unter Dach und Fach. Bund und Länder konnten sich gestern nicht über die Aufteilung der Kosten der Schweinegrippe-Impfung einigen.

Der Bund hatte den Kassen zugesichert, die Kosten zu übernehmen, die entstehen, wenn sich mehr als die Hälfte der Versicherten impfen lässt. Die Länder lehnten die Forderung des Bundes nach einer Kostenteilung ab. Damit verzögert sich die Bestellung weiterer Impfdosen. "Es gibt Einigungschancen", sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hermann Gröhe. Laut Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sind weitere Gespräche am 9. September nötig. Es gehe um die interne Kostenaufteilung, nicht um die Planungen für die Bundesbürger. Johannes Vöcking, Chef der Barmer Ersatzkasse, sprach von einem "unwürdigen Schwarze-Peter-Spiel". Er warnte, "dass letztlich den Krankenkassen die Kosten zu 100 Prozent in die Schuhe geschoben werden".