Profi-Tipp: Leichtbau auch bei der Ausrüstung

Schlaufen statt Schäkel

Moderne Yachten leicht zu bauen ist der ungebrochene Trend die Ausrüstung der Boote mit leichten Beschlägen ist die logische Konsequenz. Schwere Metallbeschläge zur Bändigung der Segel sind von gestern. Stattdessen werden spezielle aus Dynemafaser gefertigte Schlaufen benutzt.

Sie haben als Fixpunkte an Deck besondere Befestigungen, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Doch nutzen wir solche Schlaufen auch statt Schäkel, um das Tauwerk mit den Segeln zu verbinden. Die Schlaufen kann man relativ leicht selbst herstellen. Im Internet finden sich Spleißanleitungen für Endlos- Spleiße (Ringe); beispielsweise bei Liros oder Gleistein, den größten deutschen Tauwerkherstellern. Man spleißt zunächst die beiden Tauenden zusammen. Am Endlos-Spleiß befestigt man an einer beliebigen Stelle einen Knebel aus Edelstahl oder starkem Glasfasermaterial (etwa eine alte Segellatte). Der Knebel wird fest mit dem Ring vernäht, damit die Last nicht verrutschen kann. Eine Kerbe oder ein kleines Loch im Knebel hilft dabei. Nun lässt sich der Schäkelersatz zum Beispiel durch eine Öse ziehen. Dabei entstehen zwei kleine Schlaufen, die durch den Knebel miteinander verbunden werden. Ist die Schlaufe mit dem Knebel geschlossen, kann die Verbindung enorme Kräfte aufnehmen. Solche Konstruktionen wiegen 60 bis 80 Prozent weniger als Metallbeschläge, bei mindestens gleicher Festigkeit.