Energie

53 Prozent gegen Atomausstieg, wenn die Preise steigen

Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, würden 53 Prozent der Deutschen auf den Atomausstieg verzichten. Günstige Strompreise wichtiger.

Berlin. Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, den Ausstieg aus der Atomenergie im Zweifel zu verschieben, damit die Strompreise nicht zu stark steigen. Dagegen meinen 42 Prozent, die Bundesregierung sollte alle denkbaren Maßnahmen ergreifen, damit der Ausstieg aus der Atomkraft gelingt, auch wenn sich dadurch die Strompreise erhöhen, wie eine am Mittwochabend in Köln veröffentlichte Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD ergab.

Das Institut befragte am Montag und Dienstag 1.001 Wahlberechtigte telefonisch. Der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland war nach der Atomkatastrophe vom März vergangenen Jahres im japanischen Fukushima beschlossen worden. Experten und Politik streiten darüber, wie teuer die Energiewende wird und wie stark die Stromkosten etwa durch den Bau neuer Leitungen steigen werden. (epd)

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( (dpa) )

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