Sprachgesellschaft - Deutsche Sprache

Im 17. Jahrhundert schlossen sich viele Gelehrte und fast alle bedeutenden Dichter jener Zeit zu Sprachgesellschaften zusammen, um in kulturreformerischer Absicht der deutschen Sprache einen gleichberechtigten Rang neben dem Französischen und den akademischen Sprachen zu verschaffen. Bei der Sprachreinigung schossen sie teilweise über das Ziel hinaus, wenn sie etwa versuchten, die Nase in Gesichtserker umzubenennen. 1617 entstand die erste Sprachgesellschaft als Fruchtbringende Gesellschaft in Weimar. 1643 stiftete Philipp von Zesen in Hamburg die Teutschgesinnete Genossenschaft mit 207 Mitgliedern. Johann Rist gründete 1658 in der Stadt den Elbschwanenorden . (mj)