Walddörfer - Exklaven in Holstein

Die Hamburger Grenzen wiesen bis zum Groß-Hamburg-Gesetz 1937 mehrere Exklaven auf preußischem Gebiet auf, wozu vor allem die Walddörfer Farmsen, Berne, Volksdorf, Ohlstedt, Wohldorf, Schmalenbeck und Groß Hansdorf zählten. Sie waren bereits im späten Mittelalter in Hamburger Besitz geraten und hießen "Walddörfer", weil sie damals von Wald umgeben waren. Im Gegensatz dazu standen die ursprünglich holsteinischen Rümerdörfer zwischen Alster und Wandse , die auf freier, gerodeter Landschaft lagen (ndd. rümich , alts. rumo = "weit, geräumig"): Alsterdorf, Bergstedt, Bramfeld, Meiendorf, Oldenfelde, Rahlstedt, Sasel und Steilshoop, die 1750-68 teilweise in Hamburger Pfandbesitz waren, aber bis auf Alsterdorf (1803) erst 1937 Teil der Hansestadt wurden. (mj)