Tante Meier - Beeten schenierlich

Bei diesem Ausdruck handelte es sich keineswegs um die Verwandtschaftsbezeichnung innerhalb einer Familie mit weit verbreitetem Namen: In Hamburg bedeutet "Ich geh ma ehm nach Tante Meier " nichts anderes als die Absicht, austreten, zur Toilette gehen zu wollen. Die Klarform wurde als zu schenierlich (peinlich) empfunden. Allerdings war die Toilette früher nicht so bequem zu erreichen und zu benutzen wie heute. Es galt schon als Komfort, wenn sie am Treppenabsatz für mehrere Mietparteien untergebracht war, aber häufiger war sie im Häuschen auf dem Hof mit Eimer oder Grube unter dem Sitz zu finden. In freier Natur ging man nicht nach Tante Meier, sondern zu Mudder Gröön . (mj)