Berlin (dpa/tmn). Damit das Smartphone möglichst lange lebt, muss der Akku in guter Form bleiben. Durch richtiges Laden kann man dem Energiespeicher helfen - und damit die Lebensdauer verlängern.

Ist der Akku leer, greift man automatisch zum Ladekabel und stöpselt ein. Doch ganz so leicht ist es nicht. Falsches Aufladen - ja, das gibt es - kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Akku schneller schlapp macht. Das können Sie tun, um die Lebensdauer Ihres Geräts zu verlängern.

Teilladen ist besser als Voll- und Leerladen

Vermeiden Sie es, die Batterie vollständig zu ent- oder aufzuladen. Der optimale Ladebereich liegt zwischen 20 und 80 Prozent, rät Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology beim Branchenverband Bitkom. Früher gab es den sogenannten Memory-Effekt, bei dem Akkus an Kapazität verloren, wenn sie nicht vollständig geladen wurden. Heutzutage ist dieser Effekt bei modernen wiederaufladbaren Batterien kein Thema mehr.

Es kann sogar schädlich sein, den Ladezustand auf 0 Prozent sinken zu lassen. Moderne Lithium-Ionen-Akkus, die in den meisten Smartphones verwendet werden, haben eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen. Ein Ladezyklus wird als ein vollständiges Entladen und Wiederaufladen des Akkus definiert. Durch häufiges vollständiges Entladen wird die Anzahl dieser Zyklen schneller erreicht. Die Folge: die Lebensdauer des Akkus ist verkürzt.

Schonendes Laden über Nacht

Für Nacht-Lader bieten viele Smartphones mittlerweile akkuschonende Ladeoptionen: Das Gerät erkennt die Weckzeit und passt den Ladeprozess entsprechend an. Es wird langsamer geladen, sodass der Akku kurz vor dem Aufwachen voll ist. Manche Modelle lernen laut Klöß sogar die Nutzergewohnheiten und optimieren den Ladevorgang. So wird nachts beispielsweise bei 80 Prozent pausiert und später auf 100 Prozent aufgeladen.

Die Ladeeinstellungen finden sich bei iPhones in den Einstellungen unter „Batterie/Ladevorgang“. Unter Android in seinen vielen Ausprägungen sucht man nach den Akku-Einstellungen und hier entsprechend nach Untermenüs wie „Ladung“ oder „Adaptives Laden“.

Temperatur beachten

Hohe Temperaturen sind für Akkus schädlich, vor allem beim Laden. Im Sommer kann es deshalb hilfreich sein, die Schutzhülle des Smartphones zwischendurch zu entfernen, damit die beim Ladevorgang entstehende Wärme besser entweichen kann. Auch Kälte ist schädlich: Laden bei Minusgraden belastet den Akku. Viele Smartphones verhindern daher das Laden bei extrem niedrigen Temperaturen, so Klöß.

Hochwertige Ladegeräte nutzen

Die Nutzung von billigen Ladegeräten kann das Smartphone beschädigen und die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Hochwertige Ladegeräte verfügen über Schutzmechanismen, um Smartphones vor Überladung oder Kurzschlüssen zu schützen. Dies wirkt sich laut Klöß auch direkt auf die Lebensdauer Ihres Akkus aus.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft für sein iPhone ein nach Apples MFI-Kriterien zertifiziertes Ladegerät. Android-Nutzer können laut „teltarif.de“ auf das Logo des USB Implementers Forum (USB IF) für USB Typ C und den Standard Power Delivery achten. Ladegeräte, die dieses Logo tragen, entsprechen den aktuellen Standards und Spezifikationen und sind für verschiedene Geräte mit USB Typ C-Anschluss geeignet.