Wien/Berlin (dpa/tmn). Kryptowährungs-Diebstahl spielt sich meist im Internet ab. Wer möchte, hat deshalb auch die Möglichkeit, Kryptowerte auf Papier zu hinterlegen. Doch selbst das animiert Kriminelle zu Betrügereien.

Geldbörsen für Kryptowährungen wie Bitcoins gibt es nicht nur digital auf einem Smartphone oder Speicherstick. Kryptoguthaben kann man auch an eine Geldbörse aus Papier transferieren. Die sogenannte Paper-Wallet ist einfach ein Ausdruck, auf dem der öffentliche und private Wallet-Schlüssel aufgedruckt ist sowie QR-Codes für Bitcoin-Transaktionen wie Bezahlen oder Handeln.

Vor einer neuen Betrugsmasche mit falschen Paper-Wallets warnt nun die Landespolizeidirektion Wien: In der österreichischen Hauptstadt legten Kriminelle vermehrt vermeintliche, in kleine Plastikbeutel verpackte Wallets in den Straßen aus, um Neugierige zu ködern. Zuerst hatte „Heise online“ berichtet.

QR-Codes führen nicht zum erhofften Geldsegen

Wer die QR-Codes scannt, landet auf einer betrügerischen Webseite. Dort werden zuerst persönliche Daten abgefragt und abgefischt, dann wird eine „Aktivierungsgebühr“ gefordert. Wer hier etwas in der Hoffnung bezahlt, danach auf ein Bitcoin-Vermögen zugreifen zu können, wird natürlich enttäuscht: Man bekommt gar nichts und das Geld ist weg.

Wer eine vermeintliche Paper-Wallet findet, egal in welcher Stadt, sollte diese am besten zur Polizei bringen. Grundsätzlich sei es „eher unrealistisch“, dass es sich bei so einem Fund um eine echte Wallet handelt. Zudem sei immer Skepsis gegenüber unglaubwürdigen Versprechungen angebracht, erklärt die Landespolizeidirektion. Betrugsopfer sollten immer Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.