Datenschutz

Twitter: Nutzerdaten wurden für Werbezwecke genutzt

Dass Handy-Apps nicht immer dein Bestes im Sinn haben, ist klar. Es gibt unter ihnen aber auch drei Anwendungen, die sich als wahre Spionage-Apps herausstellen.

Beschreibung anzeigen

Bei Twitter gab es eine Datenpanne. Nutzerdaten wurden für Werbezwecke verwendet. Wie viele Personen betroffen sind, ist ungewiss.

Berlin. Wenn Sie in den vergangenen Wochen Werbeanrufe auf Íhrem Handy erhalten oder besonders viele Werbemails in Ihrem Postfach gefunden haben, könnte Ihr Twitter-Konto damit zusammenhängen.

Twitter-Nutzer müssen damit rechnen, dass hinterlegte Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Absicherung ihrer Accounts unter Umständen für Werbung genutzt wurden. Das betrifft etwa Handynummern, die Nutzer für die Anmeldung via Zwei-Faktor-Authentifizierung angegeben haben. Twitter teilte mit, dass „diese Daten möglicherweise versehentlich für Werbezwecke verwendet“ wurden.

Werbekunden an Telefonnummern und Mail-Adressen gelangt

Dies sei „speziell in unserem Werbesystem für maßgeschneiderte Zielgruppen und Partnerzielgruppen der Fall“. So könnten Werbekunden von Twitter an Telefonnummern und Mail-Adressen von Nutzern des Kurznachrichtendienstes gelangt sein.

Auch interessant: EuGH-Urteil zu Cookies im Netz: Das bedeutet es für Nutzer

In welchem Ausmaß Daten geflossen sind, kann Twitter aber offenbar nicht nachvollziehen. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wie viele Personen betroffen waren“, erläuterte das Unternehmen.

Der Systemfehler ist behoben

Es entschuldigte sich aber bei seinen Nutzern. Personenbezogene Daten seien in keinem Fall an Werbepartner weitergegeben worden. Der Systemfehler, durch den für Sicherheitszwecke erfasste Nummern und Adressen Werbezwecken zugeführt worden sein könnten, ist dem Unternehmen zufolge seit dem 17. September behoben.

Hintergrund: WhatsApp testet jetzt Nachrichten mit Ablaufdatum

Nutzer, die Fragen zu dem Vorfall haben, können sich über ein Formular an den Datenschutzbeauftragten von Twitter wenden.

Sicherheitslücken bei Signal

Zuletzt war eine Sicherheitslücke beim Messengerdienst Signal bekannt geworden. Angreifer waren in der Lage, Gespräche der Nutzer zu belauschen. Das Unternehmen hat umgehend reagiert und ein Update veröffentlicht. (dpa/msb)