Workstation und Doppel-Display

Womit Notebooks aus der Nische bei Nutzern punkten sollen

Volle Desktop-Leistung, aber unterwegs: Das Studiobook One ist das Spitzenmodell der ProArt-Reihe.

Volle Desktop-Leistung, aber unterwegs: Das Studiobook One ist das Spitzenmodell der ProArt-Reihe.

Foto: dpa

Notebooks müssen klein und leicht sein? Die Antwort heißt: "Ja, aber." Denn auf der Technikmesse IFA zeigen drei Hersteller, dass es bei tragbaren Computern eigentlich keine Grenzen mehr gibt.

Berlin. Es gibt Notebooks für besondere Ansprüche - irgendwelche Abstriche muss man aber immer machen. Entweder wird ein Gerät sonst zu schwer oder es leert den Akku zu schnell.

Bei den auf der Elektronikmesse IFA (6. bis 11. September) vorgestellten Studiobooks von Asus heißt das Motto allerdings: Steck rein, was geht.

Volle Desktop-Leistung für unterwegs

Hinter den Notebooks der neuen ProArt-Reihe steckt ein interessantes Konzept. Die sechs verschiedenen Geräte für unterschiedliche Ansprüche sollen nicht weniger sein als mobile Workstations. Dafür stecken Intel-Xeon-Prozessoren im Inneren, Unmengen Arbeitsspeicher und teils Grafikkarten, die selbst Spielerherzen höher schlagen lassen würden.

Zielgruppe sind Nutzer, die Desktop-Leistung mobil brauchen. Etwa für 3D-Animationen oder Filmproduktionen. Und weil derartige Hardware viel Hitze erzeugt, unterscheiden sich die Geräte stark von anderen Laptops. Zum Beispiel hat Asus Grafikeinheiten und Prozessoren hinter das Display gepackt. Beim Spitzenmodell Studiobook One öffnet sich beim Aufklappen gleich der Gehäusedeckel - zum Kühlen. Zwei Modelle kommen Ende 2019, drei weitere folgen Anfang 2020. Die Preise beginnen bei 2200 Euro und enden weit jenseits der 4000 Euro.

Ein Bildschirm ist gut, zwei sind mehr

Ungewöhnliches Design gibt es auch beim ZenBook Pro Duo, wieder von Asus. Das 15-Zoll-Notebook hat nicht nur einen, sondern gleich zwei Bildschirme. Oberhalb der Tastatur befindet sich ein flacher Extrabildschirm. Hier kann man bis zu drei Programmfenster ablegen. Praktisch, wenn man etwa zur Hotelbuchung noch eine Karte der Umgebung anschaut oder beim Schreiben von Texten unten seine Notizen einblendet. Einen zweiten Bildschirm zum Anstecken braucht man so eigentlich nicht mehr. Kosten: rund 2400 Euro.

Schnelle Bildschirme für schnelle Gamer

Bei richtig fixen Shootern kommt es noch auf die kleinste Millisekunde an. Bei Republic of Gamers gibt es jetzt ein Notebook mit 300 Hertz Bildwiederholfrequenz. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt, soll die High-End-Gamingmaschine Zephyrus S GX701 (17 Zoll, rund 3400 Euro) das entscheidende Quäntchen mehr Tempo und damit vielleicht den ersten Treffer im Online-Duell möglich machen. Auch Acers Predator Triton 500 kommt mit 300-Hertz-Display, kostet durch etwas schlankere Ausstattung aber mit 2600 Euro rund 800 Euro weniger.

Klein, schlank und für Spieler

Ein Gaming-Notebook im Ultrabookformat sieht man nicht allzu oft. Das Razer Blade Stealth 13 packt auf kleinsten Raum überraschend leistungsstarke Hardware. Bei einem Gewicht von 1,3 Kilo gibt es wahlweise Full-HD- oder 4K-Auflösung und eine Nvidia RTX1650-Grafikeinheit. Das Gerät gibt ab Ende September es in Schwarz und Weiß für rund 1500 Euro.