GMX-Konten geknackt

Spamflut im Emailfach - Wie man sich am besten schützt

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abendblatt.de

E-Mails von Freunden und Bekannten mit GMX-Adresse sollten Empfänger deswegen derzeit vorsichtig behandeln. Denn nach dem Hacker-Angriff könnten diese gefährliche Links oder Dateianhänge enthalten. Wer sich vor Attacken schützen will, sollte als Passwort keine leicht zu erratenden Begriffe verwenden.

Hannover. Warnung vor einer aktuellen Spam-Kampagne, bei der über gekaperte E-Mail Konten des Maildienstes GMX Nachrichten an Freunde aus dem Online-Adressbuch verschickt werden. Die Mails enthalten dabei einen Link zu einer Webseite, auf der Präparate zur Förderung der Fettverbrennung, sogenannte Fatburner, angeboten werden. Das auf IT-Security spezialisierte Unternehmen G Data vermutet, dass die Spammer hinter der Kampagne gezielt Mail-Accounts erbeuten, die mit einem einfachen Passwort nur unzureichend gesichert wurden.

Hackern war es gelungen, Email-Konten des Online-Anbieters zu knacken. E-Mails von Freunden und Bekannten mit GMX-Adresse sollten Empfänger deswegen derzeit vorsichtig behandeln. Denn nach dem Hacker-Angriff könnten diese gefährliche Links oder Dateianhänge enthalten. Mehrere gehackte Konten würden zurzeit als Versandadresse für Spam-Nachrichten genutzt, berichtet „Heise Online“. Empfänger seien in der Regel die im Adressbuch gespeicherten Kontakte.

Die Angreifer setzen den Angaben nach auf die sogenannte Brute-Force-Technik, bei der verschiedene populäre Passwortvarianten ausprobiert werden. Ob das eigene Konto betroffen war, können Nutzer mit einem Blick auf die Zahl der gescheiterten Anmeldeversuche herausfinden, die GMX nach dem Anmelden einblendet. Wer sich vor Attacken dieser Art schützen will, sollte als Passwort keine leicht zu erratenden Begriffe wie die Namen von Stars oder Haustieren verwenden, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auch Zahlenketten wie „123456“ sind tabu.

Gehackte, noch gültige Mail-Adressen sind in Kreisen von Cyberkriminellen bares Geld wert. Nach Beobachtungen von G Data werden eine Million valide E-Mail-Adressen für 199 US-Dollar gehandelt. Gehackte E-Mail-Accounts kosten je nach Besitzer und Inhalt des Kontos, beziehungsweise Verbindungen zu anderen Internetdiensten wie Paypal oder Ebay, zwischen wenigen Cent bis zu mehreren Euro. Besonders teuer sind E-Mail-Adressen zu Packstationen. Je nach Konfiguration zahlen kriminelle Kreise hierfür zwischen 15 und 65 Euro.

Mit Material von dpa

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