Facebook und Apple

Steve Jobs beriet Mark Zuckerberg

In einem Fernseh-Interview erzählte der Facebook-Gründer, wie er vom Apple-Guru Tipps für die Konzentration auf das Wesentliche erhielt.

New York. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Management-Ratschläge vom kürzlich verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs bekommen. Es sei zum Beispiel darum gegangen, wie man sich auf das Wesentliche konzentriert, wenn eine Firma immer größer wird, erzählte Zuckerberg in einem am Montag beim amerikanischen TV-Sender PBS ausgestrahlten Interview. Er habe mit Jobs darüber gesprochen, dass es in einem Unternehmen nicht nur um Gewinne, sondern auch um eine Mission gehen müsse. So wie Apple seinen Kunden bestmögliche Produkte bieten wolle, sei es die Mission von Facebook, als Online-Netzwerk die Menschen miteinander zu verbinden, sagte Zuckerberg.

Apple und den weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon sieht Zuckerberg als Verbündete. „Wir führen eine Menge Gespräche mit Leuten bei beiden Unternehmen und versuchen herauszufinden, wie wir mehr gemeinsam machen können.“ Mit Google sei das Verhältnis anders. Der Internet-Konzern sei mehr auf Wettbewerb aus und versuche, „seine eigene kleine Version von Facebook zu bauen“, sagte Zuckerberg mit Blick auf das Konkurrenz-Netzwerk Google+. Der Internet-Konzern hat in seinem vor wenigen Monaten gestarteten Sozialen Netzwerk bisher 40 Millionen Mitglieder, seit Montag können auch Unternehmen und Organisationen dort Seiten einrichten.

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Auch Jobs hatte seinerzeit gute Worte für Zuckerberg übrig. Seinem Biografen Walter Isaacson erzählte der Apple-Gründer, er bewundere Zuckerberg dafür, dass dieser auch hohe Kaufangebote ausgeschlagen habe, um sein Unternehmen selber weiterzuentwickeln. Jobs habe nie angeboten, Facebook zu kaufen, sagte Zuckerberg jetzt im TV-Interview des Talkmasters Charlie Rose.