München (dpa/tmn). Seit pflanzenbetonte Ernährungsformen immer beliebter werden, gibt es im Kühlregal auch veganen Butterersatz. Aber kann man da nicht gleich zu Margarine greifen? Nein, sagen Verbraucherschützer.

Margarine klingt nicht gerade nach tierischen Inhaltsstoffen. Oft steht sogar pflanzlich mit im Produktnamen. Und dennoch gibt es im Kühlregal auch veganen Butterersatz. Da stellt sich die Frage: Wo besteht da der Unterschied?

Die Verbraucherzentrale Bayern hat die unterschiedlichen Zusammensetzungen unter die Lupe genommen und klärt auf:

Veganer Butterersatz

Er besteht aus pflanzlichen Ölen wie Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl und häufig auch festen Pflanzenfetten. Dazu zählen oft auch Palm-, Shea- oder Kokosfett. Um die Konsistenz und den Geschmack an Butter anzupassen, werden häufig aber auch Emulgatoren, Säuerungsmittel, Vitamine, Farbstoffe und Aromen zugesetzt.

„Auch wenn sie dem Original ähneln, dürfen die Ersatzprodukte nicht unter dem Namen Butter vermarktet werden“, stellt Silke Noll von der Verbraucherzentrale klar. Dieser Begriff sei rechtlich geschützt.

Margarine nicht immer rein pflanzlich

Im Unterschied zum veganen Butterersatz ist Margarine nicht immer rein pflanzlich. Sie darf bis zu zwei Prozent tierische Inhaltsstoffe wie Molke oder Joghurt enthalten. „Ist Margarine also nicht durch ein Vegan-Siegel auf der Verpackung als pflanzliches Produkt erkennbar, sollten Veganer einen Blick in die Zutatenliste werfen“, empfiehlt Noll.

Lässt sich veganer Butterersatz wie Butter verwenden?

Beim Backen kann man laut der Ernährungsexpertin Margarine und veganen Butterersatz in gleicher Menge ersetzen. Der Unterschied zeigt sich in der Konsistenz. Margarine ist in der Regel weicher als Butter und lässt sich auch direkt aus dem Kühlschrank gut verarbeiten. Veganer Butterersatz enthält wie Butter einen höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren und ist deshalb fester.