Berlin (dpa/tmn). Die Finger graben sich in die leuchtend orange Schale - und es riecht direkt herrlich nach Weihnachten. Aber welche Frucht ist es denn, die da geschält wird: eine Mandarine oder eine Clementine?

Wer von der Mandarine spricht, meint nicht selten die Clementine. Und umgekehrt. Denn obwohl die beiden Zitrusfrüchte einen auf Zwilling machen - einerlei sind sie nicht. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erklärt, welche Unterschiede es gibt.

Unterschiede bei Geschmack und Schale

Die Mandarine stammt ursprünglich aus China und soll bereits rund 3000 Jahre alt sein. So viele Jahre hat die Clementine noch nicht auf dem Buckel: Sie ist erst seit etwa 100 Jahren bekannt und ist als Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange entstanden.

Das wirkt sich auch auf dem Geschmack aus. Die Clementine schmeckt süßlich bis mild-säuerlich. Die Mandarine hingegen ist aromatischer und herber im Geschmack, heißt es von den Ernährungsexperten.

Wer genau hinschaut, erkennt auch in der Optik Unterschiede. Clementinen sind etwas kleiner als Mandarinen. Und sie haben eine dickere Schale, wodurch sie sich länger halten. Doch auch die Mandarinen mit ihrer dünneren Schale haben einen Vorteil: Sie lässt sich einfacher abziehen.

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Stichwort Schälen: Dabei gehört für viele ein akribisches Abpulen des weißen Gewebes rund um die Frucht dazu. Ein Muss ist das nicht - ganz im Gegenteil. Laut dem BZfE lohnt es sich, das Gewebe auch mal dranzulassen: Denn darin stecken sekundäre Pflanzenstoffe, die die Zellen schützen und den Blutdruck regulieren können.

Ein Tipp für den Kauf

Noch ein Tipp: Exemplare, bei denen man einen größeren Hohlraum zwischen Schale und Frucht erfühlt, lässt man besser im Geschäft liegen. Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Mandarine oder die Clementine bereits zu lange gelagert worden ist, so das BZfE.