München (dpa/tmn). Die fiesen Stacheln der Kaktusfeige sollten einen nicht abschrecken. Denn ihr Fruchtfleisch ist lecker. Wie man da heran kommt und warum man harte Feigen lieber im Laden liegen lässt.

Sie sind grün-gelb, manchmal auch rötlich und schmecken nach einem Mix aus Birne und Melone. Doch das süß-aromatische Fruchtfleisch der Kaktusfeigen verbirgt sich unter einer Schale mit vielen kleinen, mit Widerhaken versehenen Stacheln, die leicht abbrechen.

Da liegt die Frage nicht fern: Wie isst man eine Kaktusfeige überhaupt?

„Obwohl die Früchte vor dem Verkauf bereits grob entstachelt wurden, zieht man am besten Handschuhe an und hobelt die restlichen Stacheln mit einem Messerrücken ab“, empfiehlt Silke Noll von der Verbraucherzentrale Bayern. Nach der Prozedur sollte die Feige kurz unter fließendem Wasser abgespült werden.

Fruchtfleisch löffeln oder für Salate würfeln

So präpariert könne die Frucht der Länge nach halbiert und ausgelöffelt werden, so die Ernährungsberaterin.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit. Und zwar könne man die Schale mit einem scharfen Messer abziehen und das weiche Fruchtfleisch mitsamt den ebenfalls essbaren Kernen in Scheiben oder Würfel schneiden. So passt es in Obstsalate, süße oder pikante Speisen, lässt sich aber auch mit Wild- oder Geflügelgerichten kombinieren oder als Chutney zubereiten.

Worauf es beim Kauf zu achten gilt

Die eigentlich aus Südamerika stammende Feige des Opuntienkaktus wird auch in Israel und Spanien geerntet. Beim Kauf sollten die Früchte mit der nicht essbaren Schale weich sein - dann darf man auch auf ein saftiges Fruchtfleisch hoffen. Harte Früchte sollte man sich nicht in den Einkaufskorb legen, rät die Verbraucherschützerin. Denn sie reifen nicht mehr nach.

Lange liegen bleiben sollten die Kaktusfeigen zu Hause dann nicht. Sie halten sich bei Zimmertemperatur etwa zwei Tage.