Körperliche Probleme

Aktiv bleiben bei Beschwerden ohne Diagnose

Raus an die Luft: Bei sogenannten funktionellen Körperbeschwerden ist Bewegung oft besser als sich zu schonen.

Raus an die Luft: Bei sogenannten funktionellen Körperbeschwerden ist Bewegung oft besser als sich zu schonen.

Foto: dpa

Seit Wochen quälen die Kopfschmerzen, die Übelkeit lässt nicht nach - und die Ärzte finden keine Ursache. Medikamente helfen dann hier oft nur bedingt. Andere Ansätze versprechen mehr Erfolg.

Berlin. Manche Menschen werden von Rückenschmerzen, Schwindel oder Durchfall geplagt, ohne dass Ärzte eine eindeutige Ursache dafür wie eine Entzündung oder eine Verletzung finden.

Häufig verschwinden die Probleme nach kurzer Zeit von selbst, mitunter halten sie allerdings auch über Monate an. In diesem Fall spricht man von funktionellen Körperbeschwerden, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärt.

Auslöser können körperliche Faktoren und psychische Einflüsse sein, darunter Überforderung, familiäre Veranlagung oder Stresssituationen.

Damit die Beschwerden die Betroffenen nicht zu sehr einschränken, rät das IQWiG auf seinem Portal Gesundheitsinformation.de dazu, körperlich aktiv zu sein und weiter am sozialen Leben teilzunehmen.

Oft kleine Schritte zur langfristigen Verbesserung

Bewegung sei oft besser als sich zu schonen, weil manche Probleme wie Muskel- und Gelenkschmerzen dadurch verstärkt würden, erläutern die Experten. Wer sich kleine Ziele setzt, finde leichter einen Weg, trotz der Beschwerden ein aktives Leben zu führen. Wenn das Problem auf Dauer zu einer größeren Belastung wird, ist eine psychotherapeutische Unterstützung unter Umständen sinnvoll.

Krankengymnastik, Ernährungsberatung oder Ergotherapie könnten weitere Ansätze sein, zählen die Experten auf.

"Passive" Maßnahmen wie Massagen seien dagegen im Vergleich eher weniger hilfreich und sind aus IQWiG-Sicht nur vorübergehend oder als Ergänzung zu anderen Maßnahmen zu empfehlen - wenn überhaupt.