Zahnärzte warnen

Raucher verlieren eher ihre Zähne als Nichtraucher

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Wahrscheinlich treiben Schadstoffe aus dem Tabakrauch die durch immunologische Vorgänge die Zerstörung des Kieferknochens voran.

Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Das geht aus einem Report hervor, den die Bundeszahnärztekammer und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) jetzt in Berlin vorstellten. Raucher leiden danach wesentlich häufiger unter Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose, die zur Lockerung der Zähne führen. Als möglichen Grund nennen die Forscher Schadstoffe aus dem Tabakrauch, die durch immunologische Vorgänge die Zerstörung des Kieferknochens vorantreiben.

Rauchen schädige nicht nur die Zähne, sondern könne auch Mundhöhlenkrebs verursachen, heißt es in dem Report: Je nach Tabakmenge haben Raucher ein bis zu sechsmal höheres Erkrankungsrisiko. "In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10 000 Menschen an Krebs der Mundhöhle und des Rachens und rund 4500 sterben daran - vor allem Männer", betonte Martina Pötschke-Langer, Vorsorgeexpertin des DKFZ. 2007 standen diese Erkrankungen bei Männern an Platz 7, bei Frauen an 16. Stelle der Krebstodesursachen. Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht. Seit einigen Jahren nimmt der Tabakkonsum ab, insbesondere bei jungen Menschen.