Apfel und Co.

Frostunempfindliche Obstbäume im Herbst pflanzen

Frostunempfliche Obstbäume wie der Apfelbaum lassen sich noch im Herbst pflanzen.

Frostunempfliche Obstbäume wie der Apfelbaum lassen sich noch im Herbst pflanzen.

Foto: dpa

Herbstzeit ist Pflanzzeit, das weiß auch jeder Hobbygärtner. Aber stimmt das auch für alle Obstbäume? Und wenn, wie pflanzt man diese am besten ein?

Bonn. Solange im Herbst und Winter der Boden nicht gefroren ist, kann man noch viele Obst-Sträucher und -bäume in den Garten setzen. Das gilt insbesondere für die sogenannten wurzelnackten Gehölze.

Diese Pflanzen bieten Händler in der Regel nur von Oktober bis März an. Im Gegensatz zu Topfpflanzen haben sie keine Erde um die Wurzeln. Sie sind meist preiswerter, da die Baumschulen weniger Aufwand und Kosten damit hatten.

Ohne Probleme kann man vor allem frostunempfindliche Obstbäume wie Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschge, Mirabelle und Kirsche im Herbst pflanzen, so das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft . Aprikosen- und Pfirsichgehölze sollte man besser erst ab dem Frühjahr setzen.

Das Pflanzloch muss rund 50 bis 60 Zentimeter tief sein und einen Durchmesser von einem Meter haben, erklären die Experten. Ist der Boden verdichtet, besser etwas mehr ausheben und später das Loch mit Komposterde auffüllen. Das hilft den neu wachsenden Wurzeln sich zu auszubreiten.

Das Loch am besten nur so hoch befüllen, dass die Veredelungsstelle noch mindestens 10 Zentimeter über der Bodenoberfläche liegt. Diese Stelle erkennt man an einem verdickten Wulst am Stammende. Wenn man diese Stelle im Boden eingräbt, wachsen dort Wurzeln und die Kronenveredelung überwächst die Stammunterlage - dadurch ist die Wirkung der Veredelung weg.

Neben den Obstbaum kann man einen stützenden Pfahl einschlagen - er sollte bis zur Krone reichen, aber nicht weiter. Am besten steht er eine Hand breit vom Stamm entfernt - dabei sollte man ihn zur Hauptwindrichtung des Standortes ausrichten.